Kulinariktour durch Krakau: Essen, Märkte und lokale Spezialitäten
Krakaus Küche ist eine der besten Polens. Entdecken Sie Märkte, Imbisse und Restaurants auf einer Kulinariktour durch die Altstadt und Kazimierz.
Book an experience
Jetzt buchen
Sichern Sie sich Ihren Platz — sofortige Bestätigung, kostenlose Stornierung bei den meisten Buchungen.
Krakau ist kulinarisch gesehen eine der spannendsten Städte Polens. Hier trifft die bodenständige Hausmannskost der polnischen Bergküche auf jüdische Einflüsse aus dem historischen Kazimierz-Viertel, auf moderne Restaurantkonzepte und auf eine lebendige Marktkultur, die das ganze Jahr über funktioniert. Wer Krakau wirklich verstehen möchte, geht essen — und zwar nicht nur in Restaurants, sondern auf Märkten, in Imbissen und in den Kellerlokalen der Altstadt.
Was die Krakauer Küche ausmacht
Die Küche der Region war jahrhundertelang von der Lage geprägt: Das nahe gelegene Podhale-Hochland im Süden lieferte Schafskäse, geräucherte Würste und deftige Berggerichte. Die jüdische Bevölkerung, die bis 1939 rund 25 Prozent der Stadtbewohner ausmachte, hinterließ kulinarische Spuren in Kazimierz, die bis heute sichtbar sind. Und die kommunistische Ära hat, paradoxerweise, eine tiefe Wertschätzung für Einfachheit und Substanz hinterlassen — polnische Küche ist bodenständig und sättigend.
Typische Gerichte, die Sie in Krakau probieren sollten:
- Pierogi — Teigtaschen, gefüllt mit Kartoffel und Weichkäse (ruskie), Fleisch, Spinat oder in der süßen Variante mit Erdbeeren oder Blaubeeren. Preise in Restaurants: ab ca. 20–35 PLN für eine Portion (Stand 2026).
- Zapiekanka — Überbackenes halbes Baguette mit Champignons, Käse und verschiedenen Toppings, ein klassisches Street-Food-Gericht. Am besten auf dem Rynek Kleparski Markt oder in der Nachtmarkthalle in Kazimierz (ab ca. 12 PLN, Stand 2026).
- Żurek — Sauerteigsuppe auf Roggenbasis, oft serviert im Brotlaib, mit hart gekochtem Ei und Weißwurst. Typisch für Krakau und Südpolen.
- Kielbasa z grilla — Gegrillte Bratwurst, überall in der Altstadt zu finden, ab ca. 8–12 PLN am Stand (Stand 2026).
- Oscypek — Geräucherter Schafskäse aus dem Tatra-Gebirge, oft auf dem Markt direkt gegrillt und mit Preiselbeeren serviert. Erkennbar an seiner spindelförmigen, gemusterten Form.
- Obwarzanek krakowski — Der Krakauer Sesamring, ein UNESCO-geschütztes Straßengebäck, das Händler mit Fahrradwagen durch die Stadt fahren (ca. 2–3 PLN, Stand 2026).
Die wichtigsten Märkte in Krakau
Hala Targowa (Stary Kleparz)
Der älteste Markt der Stadt, nördlich der Altstadt gelegen, täglich geöffnet. Hier kaufen die Krakauer selbst ein: frisches Gemüse, Pilze, hausgemachte Marmeladen, Honig und regionale Würste. Für Besucher ist er ein lebendiger Kontrast zur touristischen Altstadt. Oscypek-Käsestände finden sich hier in großer Zahl.
Plac Nowy in Kazimierz
Das Herzstück des alternativen Kazimierz-Viertels. Der runde Marktpavillon in der Mitte ist eine Ikone der Krakauer Esskultur — von früh morgens bis spät nachts werden hier Zapiekanka und andere Imbissgerichte verkauft. Der Platz ist von Bars und Cafés umgeben, viele davon in historischen jüdischen Läden untergebracht.
Galeria Kazimierz Foodhall
Die überdachte Markthalle im östlichen Kazimierz ist eine neuere Entwicklung, bietet aber eine gute Mischung aus polnischen und internationalen Street-Food-Konzepten — geeignet für schlechtes Wetter oder als ersten Überblick.
Geführte Kulinariktouren — lohnt sich das?
Ja, besonders für erste Besuche. Geführte Food Tours haben mehrere Vorteile:
- Lokales Insiderwissen: Ein guter Guide führt Sie in Lokale, die Sie selbst nicht finden würden — kleine Familienbetriebe, versteckte Hofcafés, Stände mit der besten Zapiekanka der Stadt.
- Geschichte und Kontext: Die Küche ist eng mit der Geschichte der Stadt verknüpft; ein Guide kann diese Verbindung erklären.
- Menge der Kostproben: Die meisten Touren umfassen 6–10 Gerichte — mehr, als man sich als Einzelperson sinnvoll bestellen würde.
Worauf bei der Buchung achten:
- Maximale Gruppengröße (ideal: unter 12 Personen)
- Ob der Preis alle Kostproben oder nur ausgewählte Gerichte enthält
- Ob auch Getränke — traditionelle polnische Biere, Kräuterliköre, Kompott — enthalten sind
Touren beginnen typischerweise am Rynek Główny (Hauptmarkt) oder direkt in Kazimierz.
Krakau selbst erkunden — eine mögliche Route
Wenn Sie ohne Guide unterwegs sind, ist folgende Route für einen kulinarischen Halbtag geeignet:
Morgen (ab 9 Uhr): Stary Kleparz Markt für frischen Oscypek und Marmeladen. Dann ein Obwarzanek vom Fahrradstand — kaum einer ist billiger und besser als diese.
Mittag (ab 12 Uhr): Mittagessen in einem der traditionellen „Bar mleczny” (Milchbars) — staatliche Kantinen aus der kommunistischen Ära, die preisgünstige polnische Hausmannskost anbieten. Bar Mleczny Centralny nahe dem Rynek ist gut erreichbar; ein Tagesgericht kostet selten mehr als 15–20 PLN (Stand 2026).
Nachmittag (ab 14 Uhr): Spaziergang nach Kazimierz. Stop am Plac Nowy für eine Zapiekanka. Wer möchte, besucht eine der kleinen jüdischen Bäckereien wie die Bagel-Manufaktur Eat Polska oder Kolory — beide servieren authentische Varianten ohne Touristenaufschlag.
Abend (ab 18 Uhr): Abendessen in einem Restaurant in Kazimierz. Empfehlenswert für ein traditionelles Menü: Barka oder Kuchnia u Doroty (Stand 2026, Reservierung empfohlen für den Abend, Hauptgänge ab ca. 45–80 PLN).
Polnische Biere und Schnäpse
Kein kulinarischer Ausflug durch Krakau ist komplett ohne einen Einblick in die Trinktradition des Landes:
- Żywiec und Tyskie sind die bekanntesten nationalen Lagerbiermarken, in Krakau überall erhältlich.
- Craft Beer: Krakau hat eine aktive Craftbier-Szene. Die Krakauer Piwiarnia Warsztat und das CRAFT Krakow Brewing Company servieren lokale Sude.
- Nalewka: Traditionelle Kräuterliköre, in Apotheken und Spezialgeschäften erhältlich. Beliebt sind Varianten mit Walnuss, Quitte oder Fichtennadel.
- Żubrówka: Der berühmte polnische Bison-Grass-Wodka, wird oft mit Apfelsaft gemischt als „szarlotka” (Apfelkuchen-Cocktail) serviert.
Beste Reisezeit für kulinarische Entdeckungen
Krakau hat das ganze Jahr über einen lebhaften Gastronomiebetrieb, aber die schönsten Marktmomente bietet die Saison von Mai bis Oktober, wenn der Stary Kleparz Markt voller Saisongemüse und frischer Pilze ist. Im Dezember lohnt der Besuch des Weihnachtsmarkts auf dem Hauptmarktplatz, der Oscypek-Stände, Honigkuchen und Mulled Wine konzentriert.
Krakau zu essen ist nicht teuer — wer konsequent lokale Imbisse und Milchbars wählt, kommt mit 30–40 PLN pro Mahlzeit aus. Wer in mittlere Restaurants geht, rechnet mit 50–100 PLN pro Person inklusive Getränk. In guten Restaurants im Abendbereich sollten Sie 80–150 PLN pro Person einplanen.
Frequently Asked Questions
- Was kostet eine geführte Food Tour in Krakau?
- Geführte Kulinariktouren kosten zwischen 150 und 250 PLN pro Person (ca. 35–60 €, Stand 2026), je nach Dauer und Anzahl der Probiergerichte. Viele Touren dauern 3–4 Stunden und umfassen 6–10 Kostproben.
- Kann ich als Vegetarier an einer Kulinariktour teilnehmen?
- Ja. Krakau hat ein gutes vegetarisches Angebot, besonders in Kazimierz. Die meisten Touren bieten Alternativen für Vegetarier — bei der Buchung angeben.
- Welches Viertel eignet sich am besten für Street Food in Krakau?
- Kazimierz, das historische jüdische Viertel, hat die dichteste Konzentration an unabhängigen Cafés, Imbissständen und Märkten. Die Altstadt rund um den Rynek Główny bietet klassische polnische Küche in Restaurants.